Hamburger Abendblatt: Bankenzusammenschluss bedroht Arbeitsplätze in Hamburg

Eine Presseschau mit Fabio De Masi

18.03.2019

Hamburger Abendblatt: Bankenzusammenschluss bedroht Arbeitsplätze in Hamburg

"Deutsche Bank und Commerzbank verhandeln über Fusion. In Hamburg haben die Geldhäuser 3750 Mitarbeiter. Schließen Filialen?

Nun also doch: Deutsche Bank und Commerzbank sprechen ernsthaft über einen möglichen Zusammenschluss. Das jedenfalls bestätigte die Deutsche Bank am Sonntag. Offensichtlich wollen sich die beiden Vorstandschefs Christian Sewing (Deutsche Bank) und Martin Zielke (Commerzbank) nicht weiter von der Politik treiben lassen, sondern das Heft des Handelns endlich wieder selbst in die Hand bekommen. (...)

Auch in Hamburg dürfte es bei einer Fusion zu einem erheblichen Arbeitsplatzverlust kommen. Zuletzt hatte die Commerzbank hier rund 2500 Beschäftigte, die Deutsche Bank etwa 1250. Darüber hinaus würden voraussichtlich auch etliche Filialen, die an manchen Orten in der Hansestadt eng beieinanderliegen, geschlossen werden. Die Commerzbank eröffnet am heutigen Montag in der HafenCity ihre 50. Geschäftsstelle in Hamburg, die Deutsche Bank verfügt über 20 Zweigstellen in der Stadt. (...)

Der stellvertretende Vorsitzende der Linken-Fraktion im Bundestag, Fabio De Masi, kritisierte am Sonntag: „Finanzminister Scholz hat die Deutsche Bank und die Commerzbank in eine Fusion geredet.“ Es bestehe die Gefahr, dass eine Megabank entstehe, die „aufgrund ihrer Größe und Komplexität noch weniger abwicklungsfähig ist und daher auf den Schultern der Steuerzahler lastet“. Die Sorge um „too big to fail“ („zu groß zum Scheitern“) wäre wieder da."

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