Süddeutsche Zeitung: Vorwärts in die Vergangenheit

Eine Presseschau mit Fabio De Masi

30.07.2020

Süddeutsche Zeitung: Vorwärts in die Vergangenheit

 

Vier Stunden lang musste sich Olaf Scholz befragen lassen. Peter Altmaier entließ der Finanzausschuss des Bundestages am Mittwochabend schon nach 90 Minuten. Ob die Dauer des jeweiligen Auftritts im angemessenen Verhältnis zu Versäumnissen der beiden Minister im Wirecard-Skandal steht, muss die weitere Aufklärung noch zeigen. Durchaus passend ist die zeitliche Differenz aber zu der Tatsache, dass der Finanzminister und potenzielle Kanzlerkandidat der SPD politisch weit mehr zu verlieren hat als sein Kollege Wirtschaftsminister von der CDU. (...)

Nach den Linken und der AfD neigt nun auch die FDP bei der Klärung dieser Frage immer stärker zur Einsetzung eines Untersuchungsausschusses. Daran führe "eigentlich kein Weg mehr vorbei", sagte Fraktionsvize Christian Dürr. Er erwarte, dass nicht nur Scholz und Altmaier als Zeugen geladen werden, "sondern auch die Bundeskanzlerin". Auch Linken-Finanzexperte Fabio De Masi hält den Untersuchungsausschuss für nötig, weil sich "das Kanzleramt weiterhin wegduckt". (...)"

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