Handelsblatt: Commerzbank – Nicht nur zuschauen

Die Opposition hält es für überfällig, dass sich der Staat bei der Strategiedebatte der Bank stärker einbringt. Eine Presseschau mit Fabio De Masi

12.08.2019

Handelsblatt: Commerzbank – Nicht nur zuschauen | Artikel auf Seite 33 der Zeitung Handelsblatt vom 12.08.2019

"Die Commerzbank will bis Herbst eine neue Strategie erarbeiten. Und auch der größte Aktionär, der deutsche Staat, beschäftigt sich eingehend mit Optionen für das schwächelnde Frankfurter Geldhaus. So sucht die Finanzagentur, die die Beteiligung des Bundes an der

Commerzbank (CBK) von 15,6 Prozent verwaltet, aktuell nach einem Berater, der die Lage des Instituts analysiert und "mögliche Handlungsoptionen" bewertet. "In diesem Zusammenhang sollen sowohl die Möglichkeiten des organischen als auch des anorganischen Wachstums (zum Beispiel Joint Ventures, Zukäufe der CBK, Kooperationen, Realisierung von Wertpotenzialen durch Verkäufe von Teilen) beleuchtet werden", heißt es in der Ausschreibung. (...)

Der Bund hat zudem wiederholt deutlich gemacht, dass er es mit einem Verkauf der Commerzbank- Beteiligung nicht eilig hat. Doch mit der Prüfung zeigt der Staat, dass er bei der Suche nach einer tragfähigen Strategie nicht nur zusieht, sondern sich aktiv einbringen will.

Manche Oppositionspolitiker halten das für überfällig. "Ich finde es richtig, die Commerzbank stärker an die Leine zu nehmen", sagte Fabio De Masi, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, dem Handelsblatt. Der Staat habe nach der Rettung der Bank in der Finanzkrise auf die Kontrolle ihrer Geschäftspolitik und Strategie verzichtet. "Das rächt sich jetzt."

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