Neues Deutschland: Datenleck bringt Fiskus eine Milliarde

Die »Panama Papers« haben weltweit zu Steuernachzahlungen und Strafen geführt. Eine Presseschau mit Fabio De Masi

04.04.2019
Panama

Neues Deutschland: Datenleck bringt Fiskus eine Milliarde

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Als vor vier Jahren die »Panama Papers« veröffentlicht wurden, war die Aufregung groß. Ein internationales Journalistenkonsortium deckte damals auf, wie Superreiche mithilfe einer Anwaltskanzlei in Panama Briefkastenfirmen gründeten, um so ihr Vermögen vor den Steuerbehörden zu verstecken. Neben den Namen von Kriminellen tauchten auch jene von Politikern und Prominenten in der 2,6 Terabyte großen Datensammlung auf, die die Journalisten damals ausgewertet hatten.

Nun hat die Veröffentlichung der »Panama Papers« offenbar auch materiell etwas gebracht. Wie NDR, WDR und »Süddeutsche Zeitung« berichten, sollen die Enthüllungen und nachfolgende Ermittlungen seitens der Steuerbehörden weltweit zu Strafen und Steuernachzahlungen in Höhe von umgerechnet 1,07 Milliarden Euro geführt haben. Allein dem deutschen Fiskus brachte der Skandal demnach 150 Millionen Euro ein.

Doch für LINKE-Finanzexperte Fabio De Masi ist das noch lange kein Grund zum feiern. »Deutschland bleibt Gangster’s Paradise für Geldwäsche«, sagt der stellvertretende Vorsitzende der LINKEN im Bundestag. »Wir brauchen Strafsteuern auf Finanzflüsse in Steueroasen, statt uns von Luxemburg, Malta und Co am Nasenring durch die Manege ziehen zu lassen.«"

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