Das Parlament: Großbaustelle Großbank

Eine Presseschau mit Fabio De Masi

25.03.2019

Das Parlament: Großbaustelle Großbank

"Wenn es stimmt, dass an der Börse die Zukunft gehandelt wird, dann haben die Deutsche Bank und Commerzbank ihre Zukunft längst hinter sich. "Die vielen Kleinaktionäre haben in den letzten zehn Jahren, zwischen 2007 und 2017, bei der Deutschen Bank mehr als 90 Prozent ihres Vermögens verloren und bei der Commerzbank mehr als 95 Prozent", rechnete SPD-Finanzexperte Lothar Binding in einer Aktuellen Stunde des Bundestages in der vergangenen Woche vor. Jetzt wollen sich die beiden größten deutschen Geldhäuser zusammenschließen, was bei der Opposition ungute Gefühle auslöst: "Aus zwei kranken Truthähnen wird kein Adler”, erklärte der Linken-Finanzexperte Fabio de Masi. (...)

ei einer von der italienischen Unione die Banche Italian emittierten Anleihe mit gleicher Laufzeit gibt es mit 1,4 Prozent weniger Zinsen, bei einer Bundesanleihe ist der Zins sogar negativ. "Die Deutsche Bank ist zu groß und zu vernetzt, um sie kontrolliert abzuwickeln und würde bei einer Pleite das Finanzsystem in den Abgrund ziehen. Sie ist ein Sicherheitsrisiko für Wirtschaft und Steuerzahler", erklärte de Masi. Er verlangte eine Aufspaltung der Deutschen Bank, "um das kaputte Investment-Banking kontrolliert abzuwickeln". Stattdessen verhandle aber die Deutsche Bank unter dem Druck von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) mit der Commerzbank über eine Fusion."

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