Warhol nicht verzocken

Pressemitteilung von Sahra Wagenknecht / Fabio De Masi

17.10.2014
Sahra Wagenknecht, Fabio De Masi

Gemeinsame Pressemitteilung von Sahra Wagenknecht, Erste stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, und Fabio De Masi, Europaabgeordneter der LINKEN, zu den Plänen der Landesregierung NRW, Kunstwerke zu verkaufen. Sowohl Wagenknecht als auch De Masi sind Abgeordnete für Nordrhein-Westfalen.

"Die Landesregierung darf Warhol nicht verzocken", kommentiert Sahra Wagenknecht, Bundestagsabgeordnete für Nordrhein-Westfalen, die Debatte um die Versteigerung der Kunstwerke Triple Elvis und Four Marlons von Andy Warhol durch die staatlich konzessionierte Spielbank Westspiel - eine Tochter der NRW Bank - beim Auktionshaus Christie's in New York. Damit sollen Investitionen in die Westspiel finanziert werden.

Die Erste Stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter: "Die Versteigerung der Warhols soll etwa 130 Millionen Dollar einbringen und ist wortwörtlich ein Armutszeugnis für die Landesregierung. Dass staatliche Museen und Sammlungen, Werke aus ihren Beständen veräußern, ist zu Recht höchst umstritten. Es gibt keinen ersichtlichen Grund, warum nun dieser Tabubruch für Westspiel erfolgen soll. Kultur- und Kunstschätze sind schließlich kein Spekulationsobjekt in Zeiten klammer Kassen."

Der nordrhein-westfälische Europaabgeordnete der LINKEN, Fabio De Masi, ergänzt abschließend: "Das wirtschaftlich unsinnige Diktat der Schuldenbremse und der Verzicht auf eine angemessene Vermögensbesteuerung bzw. Millionärssteuer führen zu immer groteskeren Verrenkungen. Die Landesregierung beraubt NRW seiner Kunstschätze und stiftet im schlechtesten Fall gar Beutekunst für reiche Kunstsammler. Ich fordere die Landesregierung von NRW auf, die Auktion abzusagen."

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