Presseschau: Leiharbeiter bei der EZB

Die Süddeutsche Zeitung berichtet über Währungsexperten als Leiharbeiter

12.11.2016

Fabio De Masi streitet seit langem für die Rechte der Beschäftigten der Europäischen Zentralbank. Auch dort sind Befristungen und Leiharbeit an der Tagesordnung - wenn auch zu besseren Gehältern als anderswo. Auch Kritik an der Politik der EZB wird so unmöglich, weil die Beschäftigten keinen Schutz haben. Markus Zydra berichtete nun in der Süddeutsche Zeitung in seinem Artikel "Währungsexperten als Leiharbeiter" darüber. Der Artikel kann kostenfrei abgerufen werden.

Süddeutsche Zeitung, 12.11.2016

"[...] Für die EZB kam Verwaltungschef Michael Diemer, 54, nach Straßburg. Er spricht gutes Englisch. Dennoch wirkte er angespannt. Es stand ein heikles Thema an: Leiharbeit. "Wir sind besorgt wegen der Zeitarbeiter bei der EZB. Wie viele Jahre arbeiten da manche schon?", fragte der EU-Abgeordnete der Linken, Fabio De Masi. Diemer antwortete, erst nachdem De Masi nachgehakt hatte: "Sechs Jahre plus!" Man merkte, dass ihm die Antwort unangenehm war. Wenig später sollte Gewerkschaftschef Priesemann das ganze Drama beziffern: "Es gibt bei der EZB Leiharbeiter, die dort seit zehn und zwölf Jahren arbeiten."

Die Europäische Zentralbank beschäftigt etwa 260 Leiharbeiter. Eigentlich sollte Leiharbeit in eine feste Anstellung münden. Doch das passiere viel zu selten, meint die Gewerkschaft. [...]"

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