Finanzsystem ohne Mega-Banken

Gastbeitrag in der Frankfurter Rundschau mit Philippe Lamberts (Fraktionsvorsitzender Grüne/EFA im EP, Belgien) und Marco Zanni (Movimento Cinque Stelle, Italien)

30.06.2015
Fabio De Masi, Philippe Lamberts, Marco Zanni
Frankfurt am Main, Hessen, 01.12.2011

Wir schlagen Alarm. Sieben Jahre nach Beginn der heftigsten Finanz- und Wirtschaftskrise seit den 1920er Jahren ist eine Mehrheit europäischer Politiker dabei, die wichtigste Reform der Europäischen Union (EU) im Finanzsektor endgültig zu begraben: eine Trennung riskanter Kasinogeschäfte vom seriösen Kredit- und Einlagengeschäft.

Den europäischen Bankensektor dominieren nach wie vor wenige „systemische“ Institute. Diese sind so groß, komplex und zu eng verflochten, dass weder Bankvorstände noch Aufseher oder die Politik in der Lage sind, die Risiken zu überblicken, die von ihnen für das Finanzsystem und Europas Volkswirtschaften ausgehen. Viele dieser Banken sind größer als etliche Ökonomien Europas. Der Kollaps einer einzelnen Mega-Bank könnte nach wie vor die EU-Wirtschaft in einen Abwärtsstrudel reißen. Somit sind auch politische Versprechen, wie von Bundeskanzlerin Angela Merkel und der G20, nach denen Steuerzahler nie wieder für die Risiken der Finanzwirtschaft haften sollen, entweder eine bewusste Täuschung oder leichtsinnig.

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Weiterlesen auf der Seite der Frankfurter Rundschau.

Eine italienische Version des Artikels ist auf movisol.org erschienen.

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