FAZ: Stunde der Wahrheit im Fall Wirecard

Eine Presseschau mit Fabio De Masi

19.11.2020

FAZ: Stunde der Wahrheit im Fall Wirecard

 

"Mit einem Kracher startet der Bundestags-Untersuchungsausschuss „Wirecard“ an diesem Donnerstag den öffentlichen Teil seiner Arbeit. Erster Zeuge: Markus Braun – der Mann, dem die Staatsanwaltschaft vorwirft, Kopf einer gewerbsmäßigen Betrugsbande zu sein. Bis zuletzt hat sich der frühere Vorstandsvorsitzende des ehemaligen Dax-Konzerns dagegen gewehrt, in Berlin als Zeuge vernommen zu werden. (...)

Der Bundesgerichtshof lehnte noch am selben Abend das Ansinnen Brauns ab. „Wie schon in seiner aktiven Zeit bei Wirecard hat Herr Braun Anwälte losgeschickt, um Scheinargumente ins Feld zu führen“, kommentierte der Grünen-Politiker Danyal Bayaz die Entscheidung. „Es ist gut, dass der Bundesgerichtshof da nicht mitmacht“, schrieb das Mitglied des Untersuchungsausschusses auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Sein Kollege von der Linken-Fraktion, Fabio De Masi, urteilte: „Der Bundesgerichtshof hatte eine klare Botschaft für Herrn Braun. Mit einem Untersuchungsausschuss spielt man nicht.“ Es obliege nicht Herrn Braun, zu entscheiden, wie und wo er vernommen werde. „Andere frühere Wirecard-Manager haben die Zeichen der Zeit erkannt und wollen umfassend – womöglich gegen Herrn Braun – aussagen.“ (...)"

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