Tagesspiegel: Hatte der BND wirklich keine Informationen über Marsalek?

Eine Presseschau mit Fabio De Masi

31.08.2020

Tagesspiegel: Hatte der BND wirklich keine Informationen über Marsalek?

 

"Die Fragen bleiben. Auch nach der ersten von zwei Sondersitzungen des Finanzausschusses steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Fall Wirecard in einem Untersuchungsausschuss des Bundestages münden. FDP und Linke sind bereits dafür, die Grünen deuteten am Montag an, diesen voraussichtlich auch für nötig zu halten. Damit wäre das erforderliche Quorum erreicht. (...)

In diesem Zusammenhang rückt nun ein ehemaliger Spitzenfunktionär des Bundeskanzleramtes in den Fokus des Interesses: Klaus-Dieter Fritsche. Er war bis Anfang 2018 Staatssekretär im Bundeskanzleramt und Beauftragter für die Nachrichtendienste des Bundes. Doch der Ruhestand war für den 67-Jährigen wohl nichts. Verschiedenen Quellen zufolge arbeitete er anschließend für Wirecard und wurde dann vom österreichischen Innenministerium als Berater angeheuert. (...)

Das Engagement von Fritsche für Wirecard schließt sich der Frage an, inwieweit auch Marsalek Verbindungen zum BND hatte. Linken-Politiker Fabio De Masi hält sogar eine Zusammenarbeit zwischen Wirecard und BND für wahrscheinlich: „Es würde mich sehr überraschen, wenn Dienste in Wien, München und Berlin einen Geheimdienst-Fan wie Marsalek und die Finanzdaten von Wirecard nicht gerne genutzt hätten.  (...)"

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