Handelsblatt: Anti-Geldwäsche-Einheit findet noch mehr Hinweise gegen Wirecard

Eine Presseschau mit Fabio De Masi

04.08.2020

Handelsblatt: Anti-Geldwäsche-Einheit findet noch mehr Hinweise gegen Wirecard

 

"Der Wirecard-Fall beschert den Geldwäschebekämpfern der Financial Intelligence Unit (FIU) jede Menge Arbeit. Seit Bekanntwerden des Skandals untersucht die Spezialtruppe die bei ihr aufgelaufenen Verdachtsmeldungen der vergangenen Jahre noch einmal gründlich. Und sie wird dabei immer wieder fündig. (...)

Die FIU teilt mit, sie habe die Meldungen, "soweit Anhaltspunkte für ein strafrechtlich relevantes Verhalten im Zusammenhang mit Geldwäsche beziehungsweise Terrorismusfinanzierung erkennbar waren, jeweils zeitnah an die Strafverfolgungsbehörden abgegeben".

Mehr als 50 Hinweise soll die FIU weitergereicht haben. Das bayerische Landeskriminalamt will sich auf Anfrage nicht äußern, wie viele Hinweise es von der FIU erhalten hat und verweist auf die für den Wirecard-Fall zuständige Staatsanwaltschaft München. Die teilt mit, bei ihr seien "allenfalls zwei bis drei" Meldungen der FIU im Zusammenhang mit Wirecard eingegangen.

Offenbar hat es in der Informationskette irgendwo gehakt. Nun soll aufgeklärt werden, wo genau. Der Finanzausschuss plant eine weitere Sondersitzung, auch ein Untersuchungsausschuss ist im Gespräch. Dabei soll es ebenfalls um das Thema Geldwäsche gehen. Für den Linke-Finanzpolitiker Fabio De Masi ist das eine der offenen und "wirklich spannenden Fragen": "Wie wurde bezüglich Geldwäscheverdachtsmeldungen vonseiten der Financial Intelligence Unit und vonseiten der Strafverfolgungsbehörden agiert?" (...)"

 

 

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