ND: Heftigste Krise seit der Großen Depression

Internationaler Währungsfonds warnt vor massivem Einbruch der Weltwirtschaft und sozialen Unruhen. Eine Presseschau mit Fabio De Masi

15.04.2020

ND: Heftigste Krise seit der Großen Depression

"Ökonomen diskutieren derzeit viel über die Folgen der Spanischen Grippe, die 1918 bis 1920 weltweit zwischen 27 Millionen und 50 Millionen Menschenleben kostete. Dabei geht es ihnen, wie es in der Natur ihrer Wissenschaft begründet ist, hauptsächlich um die Auswirkungen auf die Wirtschaft. So berechnete ein Team um den Harvard-Professor Robert J. Barro, dass die spanische Grippe zu einer Reduzierung der weltweiten Pro-Kopf-Wirtschaftsleistung um sechs Prozent geführt habe. Die Implikationen ihrer Forschungsergebnisse für die gegenwärtige Corona-Pandemie seien beunruhigend, so die Forscher.

Sie sind nicht die einzigen, die Parallelen zwischen der Spanischen Grippe und Corona ziehen: »Dieser Schock ist einzigartig und mit keinem seit der Spanischen Grippe 1918/19 vergleichbar. Wir erleben die erste wirklich globale Krise seit der Großen Depression«, warnte der ebenfalls in Harvard lehrende US-Starökonom Kenneth Rogoff jüngst im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin »Capital«. »Die Corona-Pandemie wird wahrscheinlich heftiger als die letzte Wirtschafts- und Finanzkrise. Sie ist mit der Großen Depression Ende der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts vergleichbar«, prognostiziert der stellvertretende Vorsitzende und finanzpolitische Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, Fabio De Masi.

Und auch die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgieva, glaubt, dass derzeit die schlimmste Wirtschaftskrise seit der Großen Depression auf die Welt zurollt. Ihre Organisation unterfütterte ihre Einschätzung nun mit konkreten Vorhersagen. Am Dienstag gab der IWF seinen Weltwirtschaftsausblick heraus. (...)"

 

 

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