FAZ: Regierungsfraktionen offen für Ende von kleinen Münzen

Politiker von Union, SPD und Grünen könnten auf 1-Cent- und 2-Cent-Münzen verzichten. Die Linke warnt vor Preiserhöhungen. Eine Presseschau mit Fabio De Masi

02.02.2020

FAZ: Regierungsfraktionen offen für Ende von kleinen Münzen

"Aus Deutschland gibt es nur wenig Widerstand gegen die geplante Abschaffung von 1-Cent- und 2-Cent-Münzen. Das ergab eine Umfrage der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung unter den Fachpolitikern der Bundestagsfraktionen. Für die Union lobte Antje Tillmann das Vorhaben der EU-Kommission. „Auf 1-Cent- und 2-Cent-Münzen können wir gut verzichten, auf unser Bargeld natürlich nicht“, sagte sie. Weil viele Menschen bargeldlos zahlten, seien die Kosten für die Prägung der Münzen höher als ihr Nutzen. Eine Abschaffung sei deshalb „konsequent“. Für die SPD argumentierte Lothar Binding, das „Handling von Bargeld“ müsse „so effizient wie möglich sein“. Deshalb „sollte über eine Abschaffung nachgedacht werden“. Oliver Krischer von den Grünen nannte die Prägung von jährlich fast einer Milliarde 1- und 2-Cent-Münzen eine „riesige, unnötige und teure Ressourcenverschwendung“. (...)

Fabio de Masi von der Linkspartei warnte vor drohenden „Preiserhöhungen durch Aufrundung“. Außerdem sei Bargeld im Unterschied zu elektronischem Geld „sicher“."

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