NDR: Anschlag auf Auto von Innensenator Grote

Eine Presseschau mit Fabio De Masi

13.12.2019

NDR: Anschlag auf Auto von Innensenator Grote

"Der Dienstwagen des Hamburger Innensenators Andy Grote (SPD) ist am Freitagmorgen mit Steinen und Farbbeuteln beworfen worden. Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Angriff um kurz nach 8 Uhr. Wie Grote selbst auf Twitter mitteilte, saß auch sein zweijähriger Sohn mit in dem Wagen. Der Vorfall ereignete sich, als das Auto an der Kreuzung Hein-Hoyer Straße/Simon-von-Utrecht Straße im Stadtteil St. Pauli verkehrsbedingt abbremsen musste. Mehrere maskierte Menschen hätten sich dem Fahrzeug genähert und dieses angegriffen, so die Polizei. An dem gepanzerten Dienstwagen des Innensenators entstand nur ein geringer Sachschaden. Bei einem dahinter fahrenden, zweiten Fahrzeug ging eine Scheibe zu Bruch. (...)

Andere Politiker zeigten sich bestürzt über den Anschlag und bekundeten ihre Solidarität. "Feige, hinterhältig, fies. Wer sowas macht, hat keine Argumente! Wir sind mit Dir solidarisch lieber Andy Grote", twitterte Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD). Der Vorsitzende der CDU-Fraktion, André Trepoll, sagte, der Anschlag auf den Senator sei auch ein direkter Angriff auf die Demokratie. "Erneut wird deutlich: Hamburg hat ein Extremismusproblem", schlussfolgerte Trepoll. "Wer keine Argumente hat, hat Steine", sagte der Linken-Bundestagsabgeordnete Fabio de Masi, der selbst auf auf St. Pauli lebt. Man dürfe zwar mit Grote streiten. "Aber Gewalt endet immer im Dunkeln. Niemand darf auf St. Pauli bedroht werden - von niemandem", meinte er."

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