Tagesschau: Aktiengeschäfte wider das Gemeinwohl

Durch Cum/Cum-Steuertricks sollen dem Fiskus Milliarden Euro entgangen sein. Daten des Bundesfinanzministeriums zeigen, wie viele Sparkassen und Genossenschaftsbanken im Verdacht stehen, sich beteiligt zu haben. Eine Presseschau mit Fabio De Masi

14.08.2019

Tagesschau: Daten des Finanzministeriums – Aktiengeschäfte wider das Gemeinwohl

"Genossenschaftsbanken verbinden wirtschaftlichen Erfolg mit gesellschaftlich verantwortlichem Handeln" - mit Sätzen wie diesem präsentieren sich die Volks- und Raiffeisenbanken aktuell im Internet.

Neue Zahlen des Bundesfinanzministeriums zeigen nun jedoch, in welchem Umfang sich auch diese Geldinstitute an fragwürdigen Cum/Cum-Geschäften beteiligt haben sollen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linkspartei-Fraktion hervor, die BR Recherche und dem "Handelsblatt" vorliegt

Danach untersucht die Finanzverwaltung momentan Cum/Cum-Verdachtsfälle bei insgesamt 61 Banken. 22 davon sind öffentlich-rechtliche Institute wie zum Beispiel Sparkassen, 21 sind Genossenschaftsbanken. Zusammen sind das also mehr als zwei Drittel der aktuellen Verdachtsfälle.

Der finanzpolitische Sprecher der Linkspartei, Fabio De Masi, kritisiert die "überdurchschnittliche Beteiligung öffentlicher Institute, die sich nicht mit deren Auftrag zur Unterstützung des Allgemeinwohls verträgt".

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