Coin Kurier: „Private Kryptowährungen sind kein Ersatz für staatliches Zentralbankgeld“

Eine Presseschau mit Fabio De Masi

08.11.2018

Coin Kurier: Sie nannten in einem gemeinsamen Text mit Sahra Wagenknecht im vergangenen Dezember Bitcoin eine „Gefahr für Anleger und die Finanzstabilität“. Würden Sie die Nutzung von Kryptowährungen in Deutschland verbieten wollen?

De Masi: Ein Verbot von Kryptowährungen in Deutschland ist nicht notwendig. Kryptowährungen sollten aber der Finanz- und Geldwäscheaufsicht unterworfen werden und Beschränkungen hinsichtlich der Höhe von Transaktionen unterliegen. Von Währungen zu sprechen ist falsch, da Bitcoin die fundamentalen Funktionen von Geld nicht erfüllt. Dazu gehört, dass sie keine sicheren Wertspeicher sind, also großen Wertschwankungen unterliegen, und somit keine sicheren Kreditbeziehungen erlauben. Zudem sind sie kein effizientes Zahlungsmittel, da sie enorme Rechnerleistung und Strom erfordern. Untersagen sollte man meiner Meinung nach jedoch Bitcoin- und Krypto-Derivate, wie sie heutzutage in Japan und den USA erlaubt sind.

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