Macron killt die Transaktionssteuer

Frankreichs Präsident bleibt im Herzen Investmentbänker - eine Presseschau mit Fabio De Masi

03.11.2017

3. November 2017, Euractiv: Macron killt die Transaktionssteuer

"Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will eine Finanztransaktionssteuer (FTS) ohne Besteuerung von Derivaten. Mit der ursprünglichen Idee hätte eine solche FTS ultralight allerdings wenig zu tun. (...)

Für den linken Finanzpolitiker Fabio de Masi bleibt Macron damit auch als Präsident im Herzen Investmentbanker: „Derivate – also abgeleitete Finanzinstrumente bzw. Wetten auf die Entwicklung von Rohstoffpreisen und anderen Finanzindizes – sind laut Großinvestor Warren Buffet ‚finanzielle Massenvernichtungswaffen‘. Eine Finanztransaktionssteuer auf den Aktienhandel zu beschränken, degradiert diese zur Börsenumsatzsteuer. Macron verkauft sich als großer Europäer, hat aber nur die französischen Universalbanken im Sinn, die besonders in Derivate investierten und durch ihre Größe und Vernetzung ein Systemrisiko sind.“

„Macron will die Finanztransaktionssteuer beerdigen. Er verabschiedet sich von dem, was auf Vorschlag der EU-Kommission nun schon jahrelang in der Verstärkten Zusammenarbeit von zehn EU-Ländern verhandelt wird“, kritisiert auch Detlev von Larcher von der Kampagne Steuer gegen Armut den Vorstoß des Präsidenten."

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