"Die aktuelle Berliner Politik ist das Bestattungsunternehmen der Demokratie"

Die MOPO interviewte die Spitzenkandidaten zur Bundestagswahl in Hamburg. Fabio De Masi erklärt, warum Wagenknecht die bessere Kanzlerin wäre und was sein Jugendtraum war.

14.09.2017

14. September 2017: Das große MOPO-Wahlinterview So ticken Hamburgs Spitzenkandidaten

Was werden Sie an Hamburg besonders vermissen? 
Die Schiffshörner. Schon Hans Albers hat sich die mit den Schreien der Möwen auf Tonband angehört. Da ich die vergangenen drei Jahre zumeist in Brüssel und Straßburg war, werde ich nun sogar mehr Zeit in Hamburg haben.

Was ist Ihr großes, politisches Vorbild? 
Bernie Sanders. Der alte Knochen hätte den Clown Donald Trump versenkt. Er kämpft für die kleinen Leute und die Mittelschicht, lässt sich nicht von der Wall Street schmieren.

Was ist das drängendste Problem aus Hamburger Sicht? 
Wucher-Mieten, fehlende Investitionen in Bildung unserer Kinder und die Zukunft des Hafens bei schrumpfendem Wachstum des Welthandels.

Wenn Sie nicht Politik-Profi geworden wären, was wären Sie dann geworden?  
Rockstar. Im Ernst: Ich hatte auch ein Leben vor der Politik. Da war ich Ökonom und hoffentlich ein netter Typ. Mein Jugendtraum war ein Regiestudium. Hollywood hat bessere Schauspieler als die Politik. 

Merkel oder Schulz — wer ist warum der bessere Kanzler? 
Wagenknecht. Weil sie den Mut hat, sich mit Banken und Konzernen anzulegen, die dem Kanzleramt die Politik diktieren.

Was nervt Sie an der aktuellen Berliner Politik? 
Diese Bestattungsunternehmer der Demokratie. Wie beim Kanzlerduell. Willy Brandt gegen Franz Josef Strauß. Da ging’s noch um was.

 

Das Interview kann hier online gelesen werden.

Downloads

zum Seitenanfang

Hinweis zum Einsatz von Cookies / Datenschutzerklärung

Hier finden Sie meine Datenschutzerklärung

close