Erdoğan braucht klare Ansage

Eine Pressemitteilung von Fabio De Masi zur Verhaftung des Fußballspielers Deniz Naki

24.08.2017
Deniz Naki mit Fabio De Masi

Der Hamburger Europaabgeordnete Fabio De Masi (DIE LINKE.) kommentiert die kurzfristige Verhaftung des ehemaligen U21-Fußball Nationalspielers und FC St. Pauli Profis, Deniz Naki, wegen vermeintlicher Beleidigung des türkischen Präsidenten.

De Masi war gemeinsam mit dem früheren Hamburger Bundestagsabgeordneten und Rechtsprofessor Norman Paech Beobachter bei Nakis Prozess wegen vermeintlicher Terrorpropaganda im April diesen Jahres:

"Deniz zeigt Haltung und Mut auch jenseits des Fußballplatzes. Erdoğan etabliert ein Regime der Angst. Die Bundesregierung muss daher jetzt klare Kante in Richtung Ankara zeigen. Alle Optionen müssen auf den Tisch - einschließlich des Einfrierens aller Vorbeitrittshilfen. Die Verhandlungen über eine Zollunion der Türkei mit der EU sind einzustellen. Die Bundesregierung hat sich mit dem EU-Türkei-Deal, der Rüstungskooperation mit der Türkei und dem unwürdigen Fernbleiben der Kanzlerin bei der Armenien-Abstimmung des Bundestages in eine unerträgliche Abhängigkeit von Erdoğan gebracht. Erdoğan darf nicht länger Türsteher der EU spielen und muss notfalls auch persönlich mit Sanktionen belegt werden.“

 

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