Presseschau: Portugal: Alles in Butter!

05.08.2014
Fabio De Masi

Nachtrag zur Presseerklärung über die Situation in Portugal vom 4. August: Ich werde in der Süddeutschen Zeitung von heute (Wirtschaftsteil) im Artikel zur Bankenrettung in Portugal "Alles in Butter" zitiert:

"Und dennoch: Kritiker wie De Grauwe oder auch der Europaabgeordnete Fabiodi Maso (Die Linke) werfen ein, dass man sich nichts vormachen dürfe. Das große Problem sei und bleibe, dass es keine Perspektive für eine langfristige Gesundung Portugals gebe.

Umso „unseriöser“ wirkten da Versicherungen der Regierungen in Lissabon, dass die milliardenschweren Verluste der BES aus dem portugiesischen Abwicklungsfonds beziehungsweise von Aktionären und nachrangigen Gläubigern getragen würden. „Die private Verschuldung in Portugal nimmt zu, nicht ab“, damit seien auch immer mehr Kredite ausfallbedroht, sagt di Maso. Er macht noch eine ganz andere Rechnung auf: Die Kredite für die BES entsprächen etwa drei Prozent der portugiesischen Wirtschaftskraft. Und das, so di Maso, sei „vergleichbar mit den fiskalischen Kosten der Wiedervereinigung für Deutschland“"

Der Vergleich der Bankenrettung mit den fiskalischen Kosten der Wiedervereinigung bezieht sich übrigens auf die jährlichen Ausgaben Deutschlands am BIP. Die Ausgaben für Banco Espirito Santo werden nicht jedes Jahr in dieser Höhe anfallen, um hier Missverständnisse vorzubeugen.

Der Süddeutschen Zeitung ist übrigens ein Fehler bei der Schreibweise meines Namens unterlaufen. Statt De Masi wurde ich dort als Fabio di Maso zitiert. Aber da bin ich großzügig.

Pressemitteilung vom 04.08.2014: Portugal: Ohrfeige für Euroretter

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