Steueroase Malta muss sich ehrlich machen

Eine Pressemitteilung von Fabio De Masi

20.02.2017
Sicherer Steuerhafen in Malta

Nach einem Besuch im Vereinigten Königreich, bricht der Untersuchungsausschuss des Europäischen Parlaments zu Geldwäsche, Steuervermeidung und Steuerhinterziehung (PANA) zu der zweiten von vier Delegationsreisen nach Malta auf. Weitere Besuche sind in Luxemburg und den Vereinigten Staaten geplant. Für die Linksfraktion wird der portugiesische Abgeordnete Miguel Viegas (PCP) an der Delegation teilnehmen. Der kleine Inselstaat hat mit Januar dieses Jahres zum ersten Mal seit seinem Beitritt zur EU im Jahr 2004 die Ratspräsidentschaft übernommen. Fabio De Masi (DIE LINKE.), stellvertretender PANA-Vorsitzender, kommentiert vorab:
 
"Mit einem effektiven Steuersatz von gerade mal 5% für Unternehmen und einer fast 100 prozentigen Steuerrückerstattung für Aktionäre, verfügt Malta über eines der aggressivsten Steuersysteme innerhalb der EU, das noch dazu das Weißwaschen krimineller Gelder erleichtert. Wie neue Medienberichte zeigen, nutzen auch zahlreiche Deutsche das schädliche Steuermodell der Mittelmeerinsel, um ihre Gelder am Fiskus vorbei zu schmuggeln."
 
"In der Vergangenheit hat Malta im Rat mehr Transparenz bei Unternehmen und striktere Regeln gegen Geldwäsche stets blockiert. Als ein Land, dessen politische Elite – von Konservativen zu Sozialdemokraten – eine prominente Rolle in den Panama Papers einnimmt, steht Malta beim Kampf gegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche unter besonderer Beobachtung," so De Masi abschließend.

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