Wenig Hilfe im Kampf für Steuergerechtigkeit

Eine Presseschau zur Grundsatzeinigung für einen Austausch von Steuerdaten

09.03.2016
Shutterstock: VTT Studio

Die EU-Finanzminister haben sich grundsätzlich auf einen automatischen Austausch von Steuerdaten multinationaler Konzerne geeinigt. Durch den öffentlichen Druck sahen sich die Finanzminister dazu gezwungen, Teile der OECD Vorschläge gegen Steuerdumping umzusetzen. Der nun beschlossene Austausch von Steuerdaten hilft jedoch wenig im Kampf für Steuergerechtigkeit. Die Berichte bleiben löchrig und zudem geheim! Lesen Sie dazu die Pressemitteilung von Fabio De Masi.

Auch die Presse berichtet über die Grundsatzeinigung der Finanzminister. Wir dokumentieren eine kleine Presseschau:

Reuters 09.03.2016

"[...] Unklar war zuletzt noch, ob in der EU ansässige Tochterfirmen auch alle relevanten Informationen über ihre Muttergesellschaften im nicht-europäischen Ausland offenlegen müssen. Der nun erzielte Kompromiss sieht laut dem deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble vor, dass eine solche Verpflichtung erst 2017 greifen soll, wenn auch andere Länder wie die USA die Vorgaben von OECD und G-20 anwenden. Dadurch soll ein zu großer bürokratischer Aufwand für Tochtergesellschaften vermieden werden.

[...] Es bleibe aber noch über die BEPS-Initiative hinaus viel zu tun im Kampf gegen Steuervermeidung. Der Europa-Abgeordnete Fabio De Masi von den Linken kritisierte die angestrebten Schwellenwerte in der EU als zu niedrig: "Eine Berichtspflicht erst ab 750 Mio. Euro Umsatz löchert die Regelung unnötig aus."

Der Artikel erschien als Agenturmeldung bei Reuters und wurde vollständig von der Internetseite trend.at ("Großkonzerne: Austausch von Steuerdaten in der EU fix") und vom Tiroler Tagesanzeiger ("Für Großkonzerne rückt in EU Abgleich von Steuerdaten"). Die Artikel können kostenfrei und in voller Länge auf der jewiligen Webseite abgerufen werden. 

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