Draghi-Umfrage zur Zufriedenheit der EZB-Mitarbeiter

Die Spanische Zeitung Expansión berichtet

29.09.2015

Das spanische Wirtschaftsblatt Expansión berichtet über die Situation der Arbeitskräfte in der Europäischen Zentralbank. In einer Umfrage zur Zufriedenheit der MitarbeiterInnen hatten u.a. viele die hohe Arbeitsbelastung beklagt, welche sich auch in einem erhöhten Burnout-Risiko zeigt. Die Zeitung greift eine Antwort des EZB-Chefs Draghi auf eine Nachfrage von Fabio De Masi auf:

En una carta al eurodiputado Fabio de Masi, el presidente del BCE incide en que la encuesta también ha revelado el «relativamente alto grado de compromiso» de la plantilla, así como su orgullo de pertenencia a la institución y su comprensión de los valores y misiones del BCE.

Sinngemäße Übersetzung:

In einer Antwort an den Europa-Abgeordneten Fabio De Masi bekräftigte der EZB-Präsident, dass die Umfrage auch einen "relativ hohen Grad des Engagements" der Belegschaft aufzeige, sowie ihren Stolz zu dieser Institution zu gehören und ihre Verinnerlichung der Werte und Aufgaben der EZB.

Der Artikel "El BCE toma medidas para rebajar el estrés de sus trabajadores" ist online abrufbar.

Nach dem Artikel in der Expansión greift auch die niederländische Wirtschaftszeitung NRCQ die Antwort von Draghi auf die Anfrage von Fabio De Masi auf:  

"De ECB verwijst voor een reactie naar een brief die ECB-president Mario Draghi op 17 september schreef aan de Duitse Europarlementariër Fabio De Masi. De Masi had Draghi om publicatie van de enquête gevraagd. Tevergeefs, maar dit wilde Draghi wel zeggen: “De enquête laat de relatief hoge mate van betrokkenheid van de werknemers zien”. Hij benadrukt de “trots” van ECB’ers om voor de bank te werken. Er zijn wel “mogelijkheden voor verbetering”, onder meer op het gebied van “werkdruk en stress”."

Sinngemäße Übersetzung:

"Die EZB bezieht sich auf eine Antwort auf ein Schreiben, des EZB-Präsidenten Mario Draghi, vom 17. September an den deutschen Europaabgeordneten Fabio De Masi. De Masi hatte Draghi vergeblich um eine Veröffentlichung der Umfrage gebeten. Draghi äußerte sich dazu wie folgt: "Die Umfrage zeigt einen relativ hohen Grad der Beteiligung der Arbeitnehmer". Er betont das die meisten MitarbeiterInnen "stolz" darauf sind "für die EZB zu arbeiten".  Allerdings gibt es" Verbesserungsmöglichkeiten", darunter im Bereich der" Druck und Stress "."

Der Artikel "Onacceptabel hoge werkdruk’ voor medewerkers Europese Centrale Bank" ist online abrufbar.

Am 2. Oktober griff auch SPIEGEL ONLINE die Anfrage von Fabio De Masi auf und berichtete:

"Auch EZB-Chef Mario Draghi sieht offenbar Verbesserungspotenzial, wie er laut dem Bericht in einer schriftlichen Antwort auf eine Anfrage des Europaabgeordneten Fabio De Masi (Linke) selbst einräumt.

Die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung zeigten das hohe Engagement der Belegschaft, schreibe Draghi. Die Mitarbeiter seien stolz auf die Arbeit bei der EZB und schätzten die Vergütung und Weiterbildungsmöglichkeiten. Gleichzeitig gebe es jedoch Verbesserungspotenzial etwa bei Aufstiegschancen, Arbeitsbelastung, Stress, Priorisierung und Leistungskontrolle."

Der Artikel "Vetternwirtschaft: Karriere in der EZB? Nur für Buddys" ist online abrufbar.

Am 3. Oktober berichtete das Handelsblatt in ihrer Druckausgabe über die Mitarbeiterbefragung in der EZB und zitiert in ihrem Artikel die Anfrage von Fabio De Masi:

" [...] In der gesamten EZB gibt es Verbesserungspotenzial, wie EZB-Chef Mario Draghi in einer schriftlichen Antwort auf eine Anfrage des Europaabgeordneten Fabio De Masi (Linke) selbst einräumt.

Die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung zeigten das hohe Engagement der Belegschaft, schreibt Draghi. Die Mitarbeiter seien stolz auf die Arbeit bei der EZB und schätzten die Vergütung und Weiterbildungsmöglichkeiten. Gleichzeitig gebe es jedoch Verbesserungspotenzial etwa bei Aufstiegschancen, Arbeitsbelastung, Stress, Priorisierung und Leistungskontrolle. [...]"

Der Artikel "Bankenaufseher der EZB; Stresstester im Dauerstress" erschien am 3. Oktober im Handelsblatt und kann online auf der Webseite der Tageszeitung abgerufen werden.

 

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