De Masi warnt vor Trumps Einfluss in Sachsen-Anhalt: „AfD ist US-Marionette“

Berliner Zeitung

04.06.2026

»Ein Bericht über US-Förderpläne für Europa alarmiert den BSW-Chef. Besonders die anstehende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sieht er gefährdet.

Laut einem Bericht des amerikanischen Magazins Foreign Policy hegt das US State Department „Regime Change“-Ambitionen auf dem Alten Kontinent, indem es rechtskonservative Akteure finanziert.

Der Artikel mit dem Titel „Can the State Department Make Europe Great Again?“ (Kann das State Department Europa wieder groß machen?) beschreibt mögliche Förderprogramme des US-Außenministeriums, die Wahlausgänge beeinflussen könnten. Darunter auch die anstehende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, die als „key election“ (Schlüsselwahl) bezeichnet wird.

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In einer Stellungnahme gegenüber dieser Zeitung verschärfte De Masi seine Linie noch einmal. Er sagte, in Deutschland werde „gern über russische Einflussnahme diskutiert“, wahr sei aber, dass es „seit Jahrzehnten US- und EU-Einflussnahme auf Wahlen“ gebe. Unter Donald Trump paare sich dies mit der „dystopischen Macht von Tech-Milliardären“. Dass nun ausgerechnet Sachsen-Anhalt zur Schlüsselwahl ausgerufen worden sei, zeige, dass auch das Umfeld der AfD „mit Geld überschwemmt werden wird“.

Weiter erklärte De Masi, die AfD befürworte Hochrüstung, die „der US-Rüstungsindustrie die Auftragsbücher vollhaut und die deutsche Industrie vernichtet“. Sie wolle die deutsche Sicherheitsinfrastruktur „US-Datenkraken wie Palantir“ ausliefern und lehne die angemessene Besteuerung von US-Tech-Konzernen und Milliardären ab.

Zum Abschluss seiner Stellungnahme formulierte der BSW-Chef ein klares politisches Bild für die bevorstehende Wahl. In Sachsen-Anhalt konkurriere das „US-hörige Merz-Establishment“ mit der „Trump-hörigen AfD“ um die Zukunft des Landes. Die Führung der AfD bezeichnete er als „US-Marionette“. Das BSW werde „die deutschen Interessen gegen diesen Ausverkauf verteidigen“.« 

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