NTV: Mit "Fucking hell" wurde der Ganove gefeiert

Eine Presseschau mit Fabio De Masi

02.04.2021

NTV: Mit "Fucking hell" wurde der Ganove gefeiert

 

"Ein Deutscher muss in den USA wegen bandenmäßigem Bankenbetrugs ins Gefängnis. Er half dabei, über fingierte Online-Shops leichte Drogen zu verkaufen. Mitgemischt hat offenbar der weltweit gesuchte Ex-Wirecard-Manager Jan Marsalek. Wurde auch schmutziges Geld gesäubert? (...)

 

Der Abgeordnete Fabio De Masi, der die Linke in dem Bundestagsausschuss vertritt, der den Skandal untersucht, hatte gar schon im Mai 2019 - mehr als ein Jahr vor der Insolvenzmeldung des Konzerns - Alarm geschlagen. "Selbstverständlich muss die Finanzaufsicht Bafin Verdachtsfällen auf Marktmanipulation nachgehen. Aber auch die Vorwürfe wegen Geldwäsche sind ernsthaft zu prüfen", erklärte er damals.

Durch die New Yorker Ermittlungen sieht er sich in seinen bösen Ahnungen ein weiteres Mal bestätigt. Der Linke-Politiker hat zwei Theorien: Durch schärfere Regeln des Online-Glücksspiels in den USA und die extreme Zunahme kostenloser Pornos im Internet sei Wirecard das Geschäftsmodell weggebrochen. "Sie haben begonnen, die Bilanz aufzupumpen, um mit Beschaffungskriminalität den Rubel am Rollen zu halten", sagte er der "Berliner Zeitung".

Variante zwei hält De Masi für wahrscheinlicher: Demnach habe Wirecard "schon früh" mit der organisierten Kriminalität Geschäfte gemacht. "Glücksspiel ist ideal für Geldwäsche, das zieht die Mafia an." Wirecard habe - das erinnert an den New Yorker Fall - Einnahmen aus Online-Glücksspiel etwa über Blumenläden abgewickelt. "Ich habe von Leuten, die sich mit organisierter Kriminalität etwa in Lateinamerika gut auskennen, gehört, dass Wirecard eine bekannte Adresse war.""

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