Spiegel: Regierung wollte noch kurz vor der Pleite Millionen bei Wirecard nachschießen

Eine Presseschau mit Fabio De Masi

16.03.2021

Spiegel: Regierung wollte noch kurz vor der Pleite Millionen bei Wirecard nachschießen

 

"Zwei Tage vor der Wirecard-Insolvenz wollte das Bundesfinanzministerium die staatseigene Ipex-Bank zu einem Kredit für den Finanzdienstleister drängen. Das belegen geheime E-Mails, die dem SPIEGEL vorliegen. (...)

Der Obmann der Linken im Untersuchungsausschuss, Fabio De Masi, erinnert daran, dass der Ipex-Chef in seiner Befragung angegeben habe, dass er sich eigentlich schon Monate früher gern aus dem Kredit für Wirecard zurückgezogen hätte. Auch habe es für einen solchen Rückzug offenbar rechtliche Möglichkeiten gegeben. »Mit Blick auf das Telefonat von Kukies stellt sich die dringende Frage, ob das fatale Festhalten an Wirecard einzig und allein auf Druck der Regierung zurückgeht«, so De Masi gegenüber dem SPIEGEL. Für die Bürger sei das politische Zocken jedenfalls nicht gut ausgegangen, sagt der Linken-Finanzfachmann und verweist darauf, dass die Ipex den ursprünglichen Kredit in Höhe von 100 Millionen Euro an Finanzinvestoren weiterverkauft hat, mit einem Abschlag von 90 Prozent. Es sei »echtes Steuergeld verbrannt« worden, sagt De Masi: »Wirecard hat einen politischen Escortservice vom Finanzministerium erhalten – vom deutsch-chinesischen Finanzdialog über den offenen Kredithahn durch ein Bankensyndikat«. (...)

De Masi stellt jedoch die provokative Frage, welche Technologie bei Wirecard zu retten gewesen wäre: »Den Algorithmus der Porno-Kunden von Wirecard?«, so De Masi. (...)"

 

 

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