Handelsblatt: Bafin widerspricht Staatsanwaltschaft im Wirecard-Untersuchungsausschuss

Eine Presseschau mit Fabio De Masi

14.02.2021

Handelsblatt: Bafin widerspricht Staatsanwaltschaft im Wirecard-Untersuchungsausschuss

 

"Bei der Aufarbeitung des Wirecard-Skandals ist die Münchener Staatsanwaltschaft in den Fokus des Untersuchungsausschusses des Bundestags geraten. Dabei geht es um die Frage, welchen Einfluss die Strafverfolger darauf hatten, dass die Finanzaufsicht Bafin 2019 ein Leerverkaufsverbot für Wirecard-Aktien verhängt hatte. Denn die Bafin hatte ihre Entscheidung nach eigenen Angaben auch auf eine Information der Staatsanwaltschaft gestützt, wonach Wirecard womöglich erpresst werde. (...)

 

'Die Bafin hat das Leerverkaufsverbot verhängt. Aber die Staatsanwaltschaft hat dabei eine aktive Rolle eingenommen und sich von (Ex-Wirecard-Vorstand) Jan Marsalek und einem britischen Drogenhändler einspannen lassen', sagte der Finanzexperte der Linken, Fabio De Masi. Er glaubt der Bafin-Darstellung: 'Sie hat sich sogar bewusst gegen eine Aussetzung des Handels mit der Wirecard-Aktie ausgesprochen, da sie fürchtete, dass dies den Vorwürfen der Bilanzmanipulation Futter geben würde.' Für De Masi stellt sich jetzt die Frage, ob Staatsanwältin Bäumler-Hösl nun befangen sei und ob das womöglich den Prozess gegen Ex-Wirecard-Chef Markus Braun gefährden könnte. (...)"

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