Handelsblatt: Schmutziges Geld im Profifußball: Vereine und Spielerberater geraten ins Visier der Politik

Eine Presseschau mit Fabio De Masi

15.10.2020

Handelsblatt: Schmutziges Geld im Profifußball: Vereine und Spielerberater geraten ins Visier der Politik

"Hinweise auf finanzielles Foulspiel im Profifußball gibt es schon länger: Wiederholt warnte die EU-Kommission, dass undurchsichtige Geldströme bei Transfers oder fragwürdige Honorare für Spielerberater ein Nährboden für Geldwäsche seien. Vergangenes Jahr rief die europäische Exekutivbehörde in einer Analyse zu den Risiken von Geldwäsche und Terrorfinanzierung dazu auf, stärker gegen die Unterwanderung der Profiligen mit schmutzigem Geld vorzugehen.

Doch die Bundesregierung unternahm nach dem Warnruf aus Brüssel erst einmal nichts. Nun kommt aus den Bundesländern ein Vorstoß, die finanziellen Regeln für Fußballvereine der Profi- und Halbprofi-Ligen in Deutschland deutlich zu verschärfen. Auch Fachpolitiker im Bundestag sehen Handlungsbedarf. (...)

 

Oppositionspolitiker im Bundestag forderten die Regierung auf, nicht auf gesetzgeberische Vorgaben aus Brüssel zu warten. „Wo viel Geld bewegt wird, gibt es auch viel schmutziges Geld“, sagte der Linksfraktionsvize Fabio De Masi. „Profiklubs sind Investments der Superreichen.“

Der Transfermarkt mit seinen „windigen“ Beratern, die Vermarktung von Lizenzrechten über Briefkastenfirmen und die Geschäfte der Wett-Mafia seien ideal für Geldwäsche. „Es ist daher sinnvoll, das Geldwäschegesetz anzupassen“, so De Masi. (...)"

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