RT: "Wenn jemand Angst hat, soll er zu Hause bleiben": Empörung über Kubicki-Äußerung

Eine Presseschau mit Fabio De Masi

11.05.2020
Presseschau

RT: "Wenn jemand Angst hat, soll er zu Hause bleiben": Empörung über Kubicki-Äußerung

"Wie geht es in Deutschland weiter? Welche Corona-Beschränkungen werden nun gelockert? Geht das jetzt zu schnell? Seit Tagen wird darüber diskutiert, nun auch in der ARD-Sendung "Anne Will". Einige Äußerungen des FDP-Politikers Kubicki sorgten danach reichlich für Gesprächsstoff. (...)

Diese Meinung vertrat der FDP-Politiker auch am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Anne Will". Unter dem Titel "Deutschland macht sich locker – ist das Corona-Risiko beherrschbar?" griff die Moderatorin das Thema auf, das seit Wochen breit und unablässig diskutiert wird. Für Einige kommen Lockerungen der Corona-Beschränkungen zu schnell und gefährden alles bisher Erreichte. Für Andere jedoch ist es an der Zeit, von den Bürgern mehr Eigenverantwortung einzufordern und damit einen kürzeren Weg zurück in den Alltag zu finden, natürlich unter Einhaltung des Mindestabstands und der Hygieneauflagen.

Der FDP-Poltiker vertrat in der Talkrunde sozusagen die zweite Meinung – und zwar durchgängig. So meinte der 68-Jährige etwa, unser ganzes Gesellschaftsbild basiere auf der Annahme, dass Menschen eigenverantwortlich sind. Wenn wir das nicht mehr glauben würden, "müssten wir den meisten Menschen das Wahlrecht entziehen", erklärte Kubicki. Entscheidend sei, dass die Menschen für sich selbst sorgten, für ihre Sicherheit wie ihre Gesundheit.

Auch Politiker äußerten sich zu Kubickis Aussage. So warf ihm Fabio De Masi (Die Linke) "mangelnde Kenntnis der Realität arbeitender Menschen" vor.

Vizepräsident des Bundestages repräsentiert ein Verfassungsorgan. Die Aussage von „„Wenn jemand Angst hat, soll er zuhause bleiben.“ zeugt von mangelnder Kenntnis der Realität arbeitender Menschen!

(...)"

 

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