Handelszeitung: Dank der tiefen Zinsen spart Deutschland fünf Milliarden Euro

Eine Presseschau mit Fabio De Masi

12.09.2019

Handelszeitung: Dank der tiefen Zinsen spart Deutschland fünf Milliarden Euro

"Die Zinskosten fallen deutlich tiefer aus als budgetiert. Der deutsche Staat profitiert von den offenen Geldschleusen der EZB.  

Deutschland profitiert noch stärker von den historisch niedrigen Zinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) als ohnehin schon veranschlagt.  Deutschland könnte dadurch in diesem Jahr rund fünf Milliarden Euro, unter Umständen sogar noch deutlich mehr, einsparen, wie mehrere mit den Zahlen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag sagten.  Im Haushalt für 2019 wird eigentlich mit Zinsausgaben von 17,6 Milliarden Euro kalkuliert. Im ersten Halbjahr waren es aber nur 4,9 Milliarden Euro. Experten rechnen inklusive eines Sicherheitspuffers mit zehn bis 13 Milliarden Euro im Gesamtjahr. Dies wird im Finanzministerium als realistische Spanne eingeordnet, wie einer der Insider sagte. (...)

«Angesichts von negativen Zinsen ist es nur klug, sinnvolle Investitionen über neue Kredite zu finanzieren.» Ähnlich äusserte sich der Linken-Politiker Fabio De Masi: «Es ist fahrlässig, den fiskalischen Spielraum jetzt nicht aggressiv zu nutzen. Investitionen brauchen Zeit, bis sie wirken, und die Wirtschaft selbst wird nur mehr investieren, wenn es wieder Aufträge der öffentlichen Hand gibt.»"

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