Handelszeitung: Wirtschaftsmächte G7 warnen vor Facebook-Geld Libra

Deutschland, Frankreich, die USA und andere G7-Wirtschaftsmächte warnen vor einer digitalen Währung. Sie äussern «schwere Bedenken». Eine Presseschau mit Fabio De Masi

17.07.2019

Handelszeitung: Wirtschaftsmächte G7 warnen vor Facebook-Geld Libra

"Facebook-Chef Zuckerberg prescht wieder einmal vor - und will eine eigene Internetwährung schaffen. In Hauptstädten wie Berlin, Paris oder Washington gibt es massive Bedenken. Bei der Besteuerung von Internetgiganten liegen die G7-Länder dagegen nicht auf einer Linie.

Deutschland, Frankreich, die USA und andere grosse Wirtschaftsmächte warnen vor einer digitalen Währung des Internetriesen Facebook. Die Finanzminister und Zentralbanker der G7-Industriestaaten hätten alle «schwere Bedenken» gegen die Libra, sagte Finanzminister Olaf Scholz (SPD) beim Treffen der G7-Finanzminister und Notenbankchefs am Mittwoch in Chantilly bei Paris. «Ich bin fest davon überzeugt, dass jetzt schnell gehandelt werden muss», forderte der Vizekanzler.

«Finanzminister Olaf Scholz hat Frankreich aus Hasenfüssigkeit die europäische Solidarität bei der Digitalsteuer verweigert. Er fürchtete US-Strafzölle auf Deutschlands übermässige Exportüberschüsse», erklärte der Fraktionsvize der Linken im Bundestag, Fabio De Masi. Es führe kein Weg daran vorbei, dass Konzerne die Milliarden-Profite, die sie in der EU erwirtschaften, auch in der EU versteuern. «Klare Kante ist die einzige Sprache, die Trump versteht.»Trump hat eine ganze Reihe von Handelskonflikten vom Zaun gebrochen, darunter auch einen mit der Europäischen Union. Mitte Mai hatte der US-Präsident angedrohte Sonderzölle auf Auto-Einfuhren aus der EU - die besonders deutsche Hersteller treffen würden - für ein halbes Jahr ausgesetzt. In dieser Zeit soll über ein Handelsabkommen verhandelt werden."

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