Handelsblatt: Ausfälle im Onlinebanking rufen Politik und Bafin auf den Plan

Eine Presseschau mit Fabio De Masi

03.07.2019

Handelsblatt: Ausfälle im Onlinebanking rufen Politik und Bafin auf den Plan

"Deutsche Geldhäuser kämpfen immer öfter mit Ausfällen im Onlinebanking. Das sorgt für einen ungewöhnlich Auftritt von DKB-Chef Stefan Unterlandstättner. 

Es gibt Erklärungen, die neue Fragen aufwerfen. Eine solche hat am Dienstag der Vorstandschef der Deutschen Kreditbank (DKB) geliefert. Stefan Unterlandstättner äußerte sich auf Youtube – und brach mit der bisherigen Zurückhaltung der DKB. Die Direktbank der BayernLB, die in den vergangenen Jahren rasant gewachsen ist, setzte bisher auf eher leise Kommunikation.  Nach der größten IT-Panne ihrer Geschichte musste nun der Chef persönlich ran. Und was er sagte, war außergewöhnlich: „Liebe Kundinnen, liebe Kunden, es tut uns leid, dass wir unser Serviceversprechen ‚24/7‘ erstmals seit Bestehen der DKB nicht halten können. Sie können sich vorstellen, dass das auch meinem Anspruch als Vorstandsvorsitzender nicht gerecht wird. Wir haben Serverkapazitäten erweitert, um unsere Webseite zu stabilisieren. Ich kann Ihnen versichern, dass Ihr Geld jederzeit sicher ist auf Ihrem Konto.“ (...)

„Viele Banken haben eine veraltete IT-Infrastruktur und wahrscheinlich oftmals auch zu wenig investiert“, warnt Thomas Heilmann, Finanzexperte der CDU/CSU-Fraktion. Das sieht die Opposition ähnlich: „In einer digitalen Wirtschaft mit Konkurrenz durch Finanztechnologie-Start-ups und private Bezahlsysteme sind IT-Pannen wie ein Stromausfall zur Mittagszeit“, meint Fabio de Masi, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Linken im Bundestag."

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