Tagesspiegel: Prüfung virtueller Währungen sprunghaft gestiegen

Eine Presseschau mit Fabio De Masi zum Verdacht auf Geldwäsche bei virtuellen Währungen

19.06.2019

Tagesspiegel: Prüfung virtueller Währungen sprunghaft gestiegen

"Trotz der Kurseinbrüche beim Bitcoin sind 2018 die Zahl der Kryptobörsengänge massiv gestiegen. Und auch die Verdachtsfälle auf Geldwäsche.

Die Zahl der Prüfungen von Kryptobörsengängen hat sich in einem Jahr fast verfünffacht. Die Finanzaufsicht Bafin kontrollierte im Vorjahr 190 Einzelfälle im Zusammenhang mit Initial Coin Offerings (ICOs). 2017 war nur in 40 Fällen die geplante Ausgabe neuer Kryptowährungen geprüft worden, berichtet der Fachdienst „Tagesspiegel Background Digitalisierung & KI“. Die Zahlen stammen aus einer bislang unveröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion.

Trotz der enormen Kurseinbrüche beim Bitcoin und anderen Kryptowährungen Anfang 2018 sind die ICOs also sprunghaft angestiegen. Gleichzeitig haben auch die Verdachtsmeldungen auf Geldwäsche mit Bezug auf virtuelle Währungen deutlich zugelegt. Im Jahr 2018 meldete die Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen (FIU) 573 solcher Verdachtsfälle. (...)

„Krypto-Assets bergen enorme Risiken für ein Darknet der Finanzen und Geldwäsche. Bisher beträgt der Anteil von digitalen Währungen am weltweit gewaschenen Geld lediglich drei bis vier Prozent. Das Volumen von Krypto-Assets wächst aber stetig an“, kritisiert Fabio de Masi, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Linken. Die Regulierung hinke der Technologie hinterher. „Es braucht mehr Personal und Expertise bei der Finanzaufsicht“, fordert de Masi."

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