Handelsblatt: Bafin-Vizin Roegele: „Ich habe mir nichts vorzuwerfen“

Eine Presseschau mit Fabio De Masi zum Cum-Ex-Skandal

07.03.2019
Presseschau

Handelsblatt: Bafin-Vizin Roegele: „Ich habe mir nichts vorzuwerfen“

"Als Ex-Chefjuristin der Dekabank soll sich Elisabeth Roegele in Sachen Cum-Ex-Skandal im Finanzausschuss erklären. Der sieht teils den Ruf der Bafin gefährdet.

Sie steht in der Kritik – und sieht nicht ein, warum. „Ich habe mir nichts vorzuwerfen“, sagt Elisabeth Roegele. Fünfmal ist die Vizepräsidentin der Finanzaufsicht Bafin schon zwischen Privatwirtschaft und Behörden hin- und hergewechselt. Jetzt zitieren sie Politiker des ganzen Parteienspektrums zum Rapport in den Bundesfinanzausschuss. (...)

Fabio De Masi von den Linken fordert eine Erklärung, ob Roegele in die Aufklärung eines Skandals eingebunden ist, in dem sie selbst eine Rolle spielte. Roegeles Problem heißt Cum-Ex. Jahrelang betrieben Banken und Investoren einen Aktienhandel, bei dem die Gewinne aus der Steuerkasse kamen.

Durch eine bestimmte Verschachtelung der Geschäfte erreichten die Beteiligten, dass Finanzämter eine nur einmal abgeführte Kapitalertragsteuer mehrfach erstatteten. Der Schaden für den Steuerzahler wird auf zwölf Milliarden Euro geschätzt. Roegele arbeitete neun Jahre lang als Chefjuristin bei einer Bank, die dabei war.

Roegele verteidigt ihr Handeln

Als das Finanzamt endlich merkte, was geschah, und Roegeles Dekabank die Erstattung versagte, brachte die Chefjuristin eine Klage auf den Weg. 2016 verlor die Bank und musste die erwarteten 53 Millionen Euro aus Cum-Ex-Geschäften endgültig abschreiben. Roegele war da schon zur Bafin gewechselt."

 

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