Spiegel: Finanzaufsicht erhöht Druck auf Deutsche Bank

Eine Presseschau mit Fabio De Masi

15.02.2019

Spiegel: Finanzaufsicht erhöht Druck auf Deutsche Bank

"Seit Herbst soll ein Sonderbeauftragter der BaFin überwachen, wie ernst die Deutsche Bank den Kampf gegen Geldwäscher nimmt. Nun wird der Auftrag erweitert - der Fall Danske Bank rückt in den Mittelpunkt.

Die Finanzaufsicht BaFin erhöht beim Thema Geldwäsche den Druck auf die Deutsche Bank. Der von der Behörde im Herbst 2018 für drei Jahre eingesetzte Sonderbeauftragte soll nach SPIEGEL-Informationen zusätzlich klären, welche Rolle die Deutsche Bank in dem spektakulären Geldwäschefall rund um die Danske Bank spielt. Das hat die BaFin der Deutschen Bank vor einigen Tagen schriftlich mitgeteilt. Die Deutsche Bank hat zu dem Fall eine interne Untersuchung laufen, die der Sonderbeauftragte überwachen soll. (...)

Die grundsätzliche Skepsis der BaFin gegenüber der Deutschen Bank dürfte sich auch aus der Erkenntnis speisen, dass der Konzern die Behörde auf deren Anfrage hin nur scheibchenweise über seine Geschäftsbeziehung zu Danske unterrichtet hat. Wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Linkspartei-Abgeordneten Fabio di Masi hervorgeht, informierte die Deutsche Bank die BaFin Anfang Oktober 2018 zunächst nur generell über ihre Verbindung zu Danske. Über die Details ihrer Zusammenarbeit mit der im Geldwäschefall entscheidenden Danske-Filiale in Estland klärte sie die BaFin erst am 19. November auf - also exakt an jenem Tag, an dem ein Danske-Insider vor einem Ausschuss des dänischen Parlaments ohnehin umfangreich über den Skandal aussagte."

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