Handelsblatt: Friedrich Merz bekommt Rückendeckung aus der FDP

Eine Presseschau mit Fabio De Masi zu Cum Ex

08.11.2018

Handelsblatt: Cum Ex: Friedrich Merz bekommt Rückendeckung aus der FDP

"FDP-Vize Kubicki hält die Diskussion um Friedrich Merz für „extrem übertrieben und scheinheilig“. Kritiker stoßen sich an dessen Jobs mit Berührungspunkten zum Cum-Ex-Skandal. 

In der Privatwirtschaft hat Friedrich Merz eine beachtliche Karriere hingelegt, in der Politik dagegen war er viele Jahre nicht mehr aktiv. Jetzt will er zurück – und CDU-Chef werden. Da drängen sich für manche Fragen zu seinen Tätigkeiten auf. Einer von Merz' Posten, der nun auf Aufsehen sorgt, ist der als Aufsichtsratschef beim deutschen Ableger von Blackrock. Die weltgrößte Fondsgesellschaft hat eine enorme Macht an den Finanzmärkten – und zieht in diesen Tagen besondere Aufmerksamkeit auf sich. Ermittler der Kölner Staatsanwaltschaft durchsuchten am Dienstag Räume des Vermögensverwalters in München. Es gehe um Informationen zu umstrittenen Steuergeschäften („Cum-Ex“). (...)

Der Linken-Finanzpolitiker Fabio de Masi wurde noch deutlicher. Zwar werde im Fall Blackrock nicht gegen Merz ermittelt und auch der Vermögensverwalter habe bisher behauptet, nichts mit Cum-Ex am Hut zu haben, „ein Aufsichtsrat ist aber verpflichtet, den Vorstand zu überwachen“, sagte der Bundestagsabgeordnete. „Entweder hat Herr Merz von Cum-Ex bei Blackrock bis gestern nichts gewusst, oder er hätte bereits vor der Razzia tätig werden müssen.“"

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