Angela Merkel & Emmanuel Macron: Zaubers zweiter Aufguss

Eine Presseschau mit Fabio De Masi

24.04.2018

Neues Deutschland: Zaubers zweiter Aufguss

"Große Erwartungen begleiten das erste Treffen Angela Merkels und Emmanuel Macrons. 

Allen Ernstes fragten sich seriöse Agenturjournalisten in ihren Beiträgen am Donnerstag: Werden die Beiden doch noch zum europäischen Traumpaar? Die Befürchtung kann zerstreut werden. Angela Merkel und Emmanuel Macron sind kein Traumpaar und sie wollen wohl auch keines werden. Auch wenn beide am Donnerstagmittag nach einem Gang über die Baustelle des Berliner Humboldt-Forums im Stadtschloss alle Charme-Reserven mobilisierten, als sie vor die Presse traten. Gegenseitig versicherten sich die deutsche Kanzlerin und der französische Präsident ihres allerbesten Willens zur Harmonie. Die Details waren dann Gegenstand des sich anschließenden vierstündigen Arbeitstreffens. (...)

Während SPD und Grüne in den letzten Tagen die französische Offensive gegen ein von ihnen beklagtes deutsches Zaudern und Zagen verteidigt und Merkel zu entschlossenem Handeln aufgefordert hatten, warnte die LINKE vor dem gemeinsamen neoliberalen Geist der Überlegungen beider Länder. »Sowohl eine französische Agenda 2010 wie eine schwarze Null mit SPD-Parteibuch sind das Problem, nicht die Lösung«, kommentierte Fabio De Masi, Vizevorsitzender der Bundestagsfraktion. Ein Europäischer Währungsfonds sei nur sinnvoll, wenn er öffentlichen Investitionen diente. Und eine Bankenunion, wenn risikointensive Banken abgetrennt würden und Genossenschaftsbanken und Sparkassen nicht für deren Risiken haften müssten."

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