Sind die deutschen Banken wirklich unschuldig?

Was die BaFin hier angesichts des größten Datenlecks der Geschichte abliefert, ist ein schlechter Witz. Eine Presseschau mit Fabio De Masi

19.01.2018
Geldwäsche

19.01.2018, Spiegel, Markus Becker: Sind die deutschen Banken wirklich unschuldig?

Wie tief sind deutsche Banken in internationale Geldwäsche verstrickt? Die Finanzaufsicht BaFin hat elf Institute geprüft - und keine Hinweise gefunden. Strafermittler sind erstaunt, Kritiker empört.

Kriminelle schleusen jedes Jahr viele Milliarden Euro in dunkle Kanäle, wo sie gewaschen werden und wieder in den legalen Geldkreislauf zurückkommen. Es ist ein weltumspannendes Phänomen - doch glaubt man der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), haben die international tätigen deutschen Banken mit alldem nichts zu tun. (...)

"Was die BaFin hier angesichts des größten Datenlecks der Geschichte abliefert, ist ein schlechter Witz", meint der Linken-Bundestagsabgeordnete Fabio de Masi. "Die Banken konnten die übermittelten Daten selbst auswählen, die BaFin hat die Prüfung an Externe ausgelagert, und es gab keine Vor-Ort-Inspektionen von Auslandstöchtern in Steueroasen." Das sei, als ob "die Drogenfahndung El Chapo bittet, seinen Keller selbst nach Kokain zu durchsuchen und dieses mit der Post zu schicken, falls er es findet."

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