Peter Harry Carstensen und die Paradise Papers

Die Welt berichtet über einen Ex-Ministerpräsidenten, der sich für ein Museum engagiert – als Direktor einer Firma mit Sitz in Holland. Das lässt alte Debatten aufleben. Eine Presseschau mit Fabio De Masi

17.11.2017

11. November 2017, Die Welt: Carstensens Paradies

"Die Debatte über Jobs von Ex-Politikern in der Privatwirtschaft hat sich in Schleswig-Holstein neu entzündet. Auslöser ist ein Direktorenposten von Ex-Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) im Firmengeflecht des mit ihm eng befreundeten schwedischen Unternehmers Frederik Paulsen. Die Auswertung der „Paradise Papers“ getauften Datensätze aus der auf Steuervermeidung spezialisierten Anwaltskanzlei Appleby durch den Rechercheverbund von NDR, WDR und „SZ“ ergab, dass Carstensen einer von drei Direktoren der Briefkastenfirma Peloponnesus B.V. mit Sitz in den Niederlanden ist. (...)

Auch der Name der den Ländern Schleswig-Holstein und Hamburg gehörenden HSH Nordbank ist in den Datensätzen der Steuervermeidungskanzlei Appleby aufgetaucht. Das Institut leiste „auf Kosten der Steuerzahler Beihilfe zur Steuerhinterziehung und die Landesregierungen von Hamburg und Schleswig-Holstein üben keine hinreichende Kontrolle über die Geschäftspolitik aus“, monierte der Hamburger Linken-Politiker Fabio De Masi."

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