"Schlechte Stimmung in der EZB: Protest gegen Leiharbeit und Outsourcing-Pläne "

Süddeutsche, Tagesspiegel und ND berichten über Proteste der EZB-Beschäftigten

09.06.2017

7. Juni 2017, Süddeutsche Zeitung, Markus Zydra: Demonstranten in Frankfurt

"Politiker und Gewerkschaft fordern die Festanstellung von Leiharbeitern. Manche arbeiten schon seit Jahren für das Institut. (...)

"Es ist skandalös, dass die EZB einerseits Geld druckt und sich andererseits nicht in der Lage sieht, anständige Arbeitsbedingungen zu schaffen", sagte der EU-Parlamentarier Fabio de Masi. Die Zeitarbeiter hätten deutlich weniger Rechte als Festangestellte, würden weniger Geld verdienen und müssten mit der Gefahr leben, über Nacht ihren Arbeitsplatz zu verlieren. "Die Zeitarbeiter können sich am Arbeitsplatz nicht kritisch einbringen, weil sie Angst haben müssen, jederzeit vor die Tür gesetzt zu werden", sagt de Masi."

Der komplette Artikel kann hier online nachgelesen werden.

 

8. Juni 2017: Tagesspiegel, Rolf Obertreis: Schlechte Stimmung in der EZB

"In den beiden Euro-Türmen waren die lauten Trillerpfeifen und das Protest-Geschrei nicht zu hören, weil die Kundgebung ein paar hundert Meter entfernt stattfand. Der Empörung der rund 200 Beschäftigten der Europäischen Zentralbank (EZB) tat das am Mittwochnachmittag keinen Abbruch. Sie sind verärgert, dass die Notenbank seit Jahren Leiharbeiter beschäftigt, die Mitbestimmungsrechte nicht beachtet und jetzt auch Teile der IT ausgliedern will. "Wir müssen uns Gehör verschaffen2, rief Johannes Priesemann, Präsident der EZB-Gewerkschaft IPSO den Demonstranten zu, unterstützt von Frankfurts Oberbürgermeister Olaf Feldmann (SPD) und Fabio De Masi, Europa-Abgeordneter der Linken. Die Forderung an EZB-Präsident Draghi: Die Leiharbeiter fest anstellen, die Auslagerungspläne begraben und Mitbestimmungsrechte beachten. Die EZB habe eine Vorbildrolle, es sei ein Skandal, dass sie sich nicht daran halte, sagt der Parlamentarier.

"Mehr Demokratie für Europa und die EZB" war auf Plakaten zu lesen. Und "Eure Arbeit ist Mehrwert". Priesemann zufolge beschäftigt die EZB seit über zehn Jahren Leiharbeiter vor allem aus Süd- und Osteuropa und dies in erster Linie in der IT-Abteilung und für dauerhaft angelegte Tätigkeiten. "Dabei verdienen sie 30 bis 50 Prozent weniger als die festangestellten Mitarbeiter, die mit identischen Arbeiten betraut sind. Und sie laufen Gefahr, täglich ihren Job zu verlieren." Sollte die EZB diese Praxis nicht abstellen, zieht IPSO auch Klagen in Erwägung."

Der gesamte Artikel erschien im Wirtschaftsteil des Tagesspiegels.

 

8. Juni 2017, Neues Deutschland: Prekär im Wolkenkratzer

"»Die EZB kann Geld drucken, aber die Beschäftigten werden mit Leiharbeit und Kettenbefristungen erpresst. Das ist tödlich«, erklärte der der EU-Abgeordnete Fabio de Masi (LINKE) bei der Kundgebung am Mittwoch. »Eine Zentralbank braucht brillante Mitarbeiter und keine Ja-Sager, die ständig Angst um ihren Job haben.«"

Der komplette Artikel kann online hier gelesen werden.

 

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