Presseschau: Richtlinie gegen Geldwäsche

Europäische Abgeordnete fordern strenge Richtlinien gegen Briefkastenfirmen und Steuerhinterziehung

28.02.2017
Presseschau

Neues Deutschland, 26.02.2017

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Die Hauptforderung des Parlamentes ist ein öffentliches Transparenzregister, in dem künftig auch die wirtschaftlichen, also wahren Eigentümer eines Unternehmens veröffentlicht werden sollen. »Komplexe Unternehmensstrukturen und Briefkastenfirmen machen es einfach, Geld zu verstecken. Mit einem öffentlichen Register für Unternehmen und Stiftungen will das Europaparlament Licht auf diese Strukturen werfen und sie so bekämpfen«, erklärte die EU-Abgeordnete Judith Sargentini von den niederländischen Grünen.

Auch die europäische Linksfraktion GUE/NGL stimmte dem Entwurf zu. »Das Parlament hat - auch auf Druck meiner Fraktion - starke Regeln gegen Geldwäsche verabschiedet«, sagte der LINKE-Europaabgeordnete Fabio De Masi. Neben dem öffentlichen Register habe man härtere Regeln gegen Banken und Kanzleien durchsetzen können, die Steuerflucht und Finanzkriminalität organisieren. »Weiterhin haben wir Steuerstrafen als Vortaten zur Geldwäsche verankert und die Registrierung von Scheindirektoren statt der tatsächlichen Eigentümer eingeschränkt«, so De Masi, der den Entwurf einen »wichtigen Etappensieg im Kampf gegen Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Korruption sowie Terrorfinanzierung der Reichen, Mächtigen und Kriminellen« nannte.[...]"

Der Artikel "EU-Parlament will Geldverstecke aufdecken" von Simon Poelchau kann auf der Webseite des Neuen Deutschlands abgerufen werden.

Politico, 01.03.2017

"[...] Bjarke’s sideline: Backslapping all round. MEPs gave this bill a big endorsement Tuesday and heralded it as a victory in the fight against tax avoidance and money-laundering. But Parliamentarians are still mindful of the Council’s position, and have issued rallying calls ahead of the battle to come. The European United Left’s Fabio De Masi, for example, warned in statement that “the war is not won,” as “the Council’s position is still miles away from where we need to go.” The center-right Markus Ferber issued a similar call, insisting that “member states [must] prove that they mean business … They must not stand in the way of more transparency.” [...]"

The article was published at POLITICO Morning Briefing

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