Geldwäsche made in Germany

Die Deutsche Presseagentur und junge Welt berichten über den BKA-Kauf von Panama Papers-Datensätzen

10.07.2017
Geldwäsche

6. Juli 2017: junge Welt/dpa: Geldwäsche made in Germany

"Das Bundeskriminalamt (BKA) hat Datensätze der im vergangenen Jahr veröffentlichten »Panama Papers« gekauft. Nach Angaben aus Regierungskreisen vom Dienstag wurden für die Informationen über dubiose Geschäfte mit Briefkastenfirmen fünf Millionen Euro an eine »Quelle« gezahlt. Vor mehr als einem Jahr hatte ein internationales Mediennetzwerk mit den »Panama Papers« Finanzströme in der mittelamerikanischen Steueroase enthüllt. (...)

Der Abgeordnete im EU-Parlament Fabio De Masi (Die Linke) hob am Dienstag in einer Pressemitteilung hervor, Deutschland sei selbst eine Drehscheibe für Geldwäsche und organisierte Kriminalität. »Die Arbeit des BKA würde sich daher einfacher gestalten, wenn die Bundesregierung nicht entgegen der Empfehlung der eigenen Beamten des Bundesfinanzministeriums auf den öffentlichen Zugang zum Register der Eigentümer von Briefkastenfirmen verzichtet hätte.« Nur durch ein öffentliches Register ließen sich falsche Angaben über die wahren Eigentümer von Briefkastenfirmen korrigieren. Darüber hinaus fordere die Kriminalpolizei bereits seit langem ein zentrales Immobilienregister, um die Geldwäsche und Steuerhinterziehung über Immobilien in Deutschland einzuschränken. Terrorfinanzierung finde auch über das offizielle Bankensystem statt, da etwa Banken unter Kontrolle des »Islamischen Staates« weiterhin Zugang zu internationalen Transaktionen über das SWIFT-System hätten, warnte De Masi."

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