Fabio De Masi

Liebe Freundinnen und Freunde,

Bevor wir erneut die Feiertage im Schatten der Pandemie begehen, erreicht Euch ein weiterer Newsletter. Im neuen Jahr wird es endlich etwas ruhiger um mich werden, da ich mich für mehrere Monate im Ausland aufhalten und an meinem Buch und neuen Projekten arbeiten werde. Ein Buch zu schreiben, erfordert jede Menge Disziplin. Ich werde daher die nächsten Monate im Regelfall keine Zuschriften mehr beantworten und bitte um Verständnis.

In diesem Newsletter geht es um die Methode Olaf Scholz, die ich für das ZDF mit einem Fussballvergleich kommentierte.

Außerdem berichtet die Süddeutsche Zeitung warum der Anwalt des Cum Ex Bankiers von der Warburg Bank, der ehemalige CSU Abgeordnete Peter Gauweiler, nach Kontakten der Cum Ex Staatsanwältin Brorhilker zu mir fragt (die es nie gegeben hat, auch wenn ich ihre Arbeit sehr bewundere). Er interessiert sich auch für eine TV Doku an der wir Beide mitgewirkt haben und die ich wärmstens empfehlen kann. Hier geht es zu einer kleinen Vorschau der Doku. Und hier zur Doku über den Milliardenraub der Bankster in voller Länge!

Meine Recherchen zum Marsalek Netzwerk im Umfeld von Sicherheitsbehörden ist um eine weitere Episode reicher. Las Marsalek bei Olaf Scholz, der BaFin und den bayerischen Steuerbehörden mit? Capital veröffenticht eine umfangreiche Recherche, die ich mit den Abgeordneten Victor Perli, Christian Görke und Christian Leye weiter vorantreiben durfte, nachdem ich seit März diesen Jahres die Spuren zu einer Cyber Security Firma im Dienste der Bundesregierung in mühseliger Detektivarbeit verfolge.

In der Presseschau weitere Themen wie meine Einschätzung der Wirtschaftspolitik von Olaf Scholz und dessen Wirtschaftsberater für Wirtschaftswoche, Handelsblatt und Cicero.

Ich melde mich vor Weihnachten nochmal mit einem Sondernewsletter und einer kleinen Überraschung!

Bleibt gesund!

Euer,

 

Fabio

 

Die Methode Olaf Scholz

Für Berlin Direkt habe ich die Methode Scholz fußballerisch kommentiert. Zum Beitrag geht es hier 

Cum Ex Warburg: Gauweiler greift Chef-Ermittlerin an

"Auch zu möglichen Kontakten in die Politik sollte sich die Oberstaatsanwältin äußern. Ob sie beispielsweise mal mit Fabio de Masi gesprochen habe, der bis vor kurzem Bundestagsabgeordneter der Linken war."

Den vollständigen Artikel auf Süddeutsche.de lesen

Firma von Marsalek-Bekanntem schützt Mails in Botschaften, BKA und Wehrressort

Der Eigner eines IT-Unternehmens, das die Kommunikation von Behörden absichert, pflegte Kontakte ins Umfeld des Ex-Wirecard-Vorstands. Auf die Produkte setzen die meisten Bundesministerien – und bisher auch Olaf Scholz und seine wichtigsten Mitarbeiter

Vollständiger Artikel auf Capital 

Steckt also mehr hinter der ganzen Sache? Der frühere Linken-Abgeordnete Fabio De Masi, der schon im Wirecard-Untersuchungsausschuss auf die Verbindungen des Virtual-Solution-Investors von Rintelen zu dem Netzwerk von Marsalek hingewiesen hat, sieht dafür Hinweise. „Überall, wo Informationen aus deutschen Behörden an Wirecard durchsickerten, war Virtual Solution mit der Cybersecurity befasst“, sagt De Masi. „Ausgerechnet die Finanzaufsicht, deren Spitzen nachweislich mit SecurePIM kommunizieren, unterschlägt die Regierung.“ Für seine Vermutung spricht aus De Masis Sicht auch, dass SecurePIM nach Angaben der bayerischen Staatsregierung „zu Testzwecken“ just bei einer Behörde eingesetzt wird, die bei Wirecard eine Rolle spielte: beim Landesamt für Steuern, wo ein Betriebsprüfer schon Mitte 2019 auf Unregelmäßigkeiten bei dem Dax-Konzern hinwies und auf Ermittlungen der Staatsanwaltschaft drang, aber intern abgeblockt wurde.

„Mehr Treffen als andere mit ihrer Ehefrau“

Von Rintelen lässt über seinen Anwalt strikt zurückweisen, dass die Produkte seines Unternehmens Sicherheitslücken oder Hintertüren enthalten könnten. Ein „Zugriff durch Dritte“ – etwa auch durch Virtual Solution selbst – sei „technisch unmöglich“, erklärte der Anwalt. Dies sei vom BSI „geprüft und zertifiziert“.

Großen Aufklärungsbedarf sieht De Masi aber auch bei den Hintergründen der zahlreichen Treffen des Virtual-Solution-Gesellschafters mit dem damaligen Finanzstaatssekretär Wolfgang Schmidt. „Mit dem heutigen Kanzleramtsminister von Olaf Scholz – zuständig für die Geheimdienste – traf sich von Rintelen Anfang 2020 öfter als andere mit ihrer Ehefrau“, sagt der Finanzexperte. Dazu verweigere die Bundesregierung weiterhin schlüssige Antworten. „Säße ich noch im Bundestag, würde der Kanzleramtschef jetzt auf dem heißen Stuhl schwitzen wie in der finnischen Sauna.“

Schon Ende April hatte es einen kurzen Austausch zwischen Schmidt und De Masi zum Thema Virtual Solution gegeben: Damals meldete sich Schmidt unmittelbar, nachdem der Linken-Abgeordnete Scholz im Wirecard-Untersuchungsausschuss auf SecurePIM angesprochen hatte, und bat um weitergehende Informationen, um den Dingen nachgehen zu können – nach De Masis Eindruck womöglich, um in Erfahrung zu bringen, was er wisse

Presseschau

In der Presseschau mit mir meine Einschätzung im Handelsblatt und Cicero des Ex Goldman Sachs Bankers Jörk Kukies, der nun Wirtschaftsberater des Bundeskanzlers Olaf Scholz wird. Außerdem komme ich in der WirtschaftsWoche ausführlich zur Wirtschaftspolitik von Olaf Scholz zu Wort.

 

 

Fabio De Masi,
»Finanzdetektiv« und Autor

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