Gewalt auf Friedensdemo: BSW stellt die Linken-Chefs Pantisano und Schwerdtner zur Rede
Berliner Zeitung
»Am Einheitstag wurde Sevim Dagdelen auf der Bühne bedrängt. Das BSW wirft Linken-Vorstandsmitglied Mersedeh Ghazaei vor, die Attacke zu billigen, und fordert eine Stellungnahme.
Der Angriff auf BSW-Politikerin Sevim Dagdelen in Stuttgart wird zum offenen Streit zwischen zwei Parteien. Das BSW verlangt von der Linken-Spitze, sich von einem eigenen Vorstandsmitglied zu distanzieren. Die Linke lässt die Vorwürfe bislang unbeantwortet.
Diesmal steht kein anonymer Adressat in der Erklärung. Der BSW-Bundesvorstand nennt Luigi Pantisano und Ines Schwerdtner beim Namen, die beiden Vorsitzenden der Linken. Von ihnen fordert er eine Stellungnahme.
Anlass ist ein Instagram-Video der Linken-Politikerin Mersedeh Ghazaei. Das BSW wirft dem Mitglied des Parteivorstands vor, den Angriff auf Dagdelen gebilligt zu haben. „Es wäre ein Tabubruch, wenn Die Linke politische Gewalt gegen ihre politischen Konkurrenten befürwortet“, heißt es in der Erklärung vom 7. Oktober.
Was am 3. Oktober auf dem Stuttgarter Schlossplatz passiert ist, hat die Berliner Zeitung bereits berichtet. Als Dagdelen auf der Friedenskundgebung sprach, störten Vermummte ihre Rede. Ein Mann gelangte auf die Bühne und ging auf die BSW-Politikerin zu.
Die Polizei setzte nach eigenen Angaben Pfefferspray und Schlagstock ein und nahm drei Personen fest. Zu der Aktion bekannte sich das „Offene Treffen gegen Krieg und Militarisierung“ Stuttgart. Der baden-württembergische Verfassungsschutz stuft die Gruppe als gewaltorientiert linksextremistisch ein.
Das BSW schließt sich in seiner Erklärung den Veranstaltern an. Deren Vorbereitungskreis wertet den Angriff „als Angriff auf die gesamte Friedenskundgebung“.
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Gegenüber der Berliner Zeitung erhöhen zwei prominente BSW-Politiker den Druck. „Der Angriff vermummter Aktivisten auf unser BSW-Vorstandsmitglied Sevim Dagdelen ist ein Tabubruch“, sagt Fabio De Masi.
Bemerkenswert ist, wie schnell De Masi vom Angriff zur AfD-Frage kommt. Die Aktion solle Kräfte einschüchtern, die sich nicht an der „Brandmauer-Idiotie“ beteiligten, sagt er. Zugleich lehne das BSW die völkische Ideologie von Teilen der AfD ab, bei Hochrüstung, Sozialabbau und Remigration vertrete man konträre Positionen.«
Artikel hier lesen:
https://www.berliner-zeitung.de/article/gewalt-auf-friedensdemo-bsw-stellt-die-linken-chefs-pantisano-und-schwerdtner-zur-rede-10475356[1]
Die gesamte Erklärung des BSW-Parteivorstands hier lesen:
https://bsw-vg.de/verurteilung-des-angriffs-auf-sevim-dagdelen/[2]
Links:
- https://www.berliner-zeitung.de/article/gewalt-auf-friedensdemo-bsw-stellt-die-linken-chefs-pantisano-und-schwerdtner-zur-rede-10475356
- https://bsw-vg.de/verurteilung-des-angriffs-auf-sevim-dagdelen/