Mit welchen Sprüchen die AfD das BSW beleidigt – und was dahintersteckt
Der Spiegel
»Heimlich reden, öffentlich meckern: Die AfD hat sich in Sachsen-Anhalt zu einem ersten Gespräch mit dem BSW getroffen und äußert sich abfällig über dessen Vorsitzende. Der BSW-Chef reagiert spitz.
Nun, etwas mehr als eine Woche nach der Wahl, fährt die AfD eine sonderbare Doppelstrategie. Gleich mehrere AfD-Spitzenkräfte bemühen sich öffentlich, die Unterschiede zur Wagenknecht-Truppe deutlich zu machen – und schrecken auch vor abfälligen Sprüchen nicht zurück. Der BSW-Chef wird als »Halbitaliener« bezeichnet.
Beim BSW gibt man sich selbstbewusst. Und betont die eigenen Grenzen. Das BSW verweigere keine Gespräche über Sachfragen, sagt Parteichef Fabio De Masi dem SPIEGEL, »wird aber in keine Koalition eintreten und Herrn Siegmund nicht wählen«. Diese Linie gelte im Bund und in Sachsen-Anhalt. Wie verschieden man sei, hätten zuletzt die Äußerungen von AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund zum Einsatz israelischer Rüstungstechnik verdeutlicht. Siegmund hatte sich positiv über die Ansiedlung eines israelischen Rüstungskonzerns in Sachsen-Anhalt geäußert. Das BSW hingegen steht für einen strikten Anti-Rüstungskurs.
Besonders scharf kritisiert De Masi auch den AfD-Fraktionschef Oliver Kirchner. Ob dieser »in seinem Hobbykeller jede Nacht die Varusschlacht nachspielt«, sei dessen Sache, so De Masi. »Für die allermeisten Menschen in Sachsen-Anhalt gilt: ob Magdeburg oder Mailand – Hauptsache ab und zu zum Italiener!«
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https://www.spiegel.de/politik/deutschland/sachsen-anhalt-mit-welchen-spruechen-die-afd-das-bsw-beleidigt-und-was-dahintersteckt-a-707bfe64-8678-40b0-be3f-be48cd3e686f[1]
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