„Trump erpresst uns“: USA drohen EU mit LNG-Lieferstopp – Deutschland besonders verwundbar
Berliner Zeitung
»Im Ringen um das Handelsabkommen zwischen den USA und der EU verschärft die US-Regierung den Ton gegenüber Europa. Sollte die EU den sogenannten Turnberry-Deal nicht ratifizieren, droht nach Angaben aus Washington eine Verschlechterung der Bedingungen für Lieferungen von Flüssigerdgas (LNG). [...]
Scharfe Kritik an den aktuellen Vorgängen kommt vom Europaabgeordneten Fabio De Masi. Er warnt vor einer Verschiebung von Abhängigkeiten. „Der Verzicht auf russisches Gas und Öl wurde mit der Verringerung der Abhängigkeit von Putin begründet“, sagt der BSW-Vorsitzende der Berliner Zeitung. „Wir haben sie aber offensichtlich nur gegen die Erpressung von Donald Trump eingetauscht und zerstören über die hohen Energiepreise unsere Wirtschaft.“
De Masi forderte eine breitere energiepolitische Strategie: „In einer multipolaren Welt braucht es multiple Optionen – auch russisches Gas und Öl.“ Zudem spricht er sich dafür aus, die Gewinne von US-Technologiekonzernen gemäß ihren Marktanteilen in der EU abzuschöpfen, „anstatt sich im Zollstreit erpressen zu lassen“, so De Masi. „Es ist widersinnig, dass Trump uns über Zölle erpresst und Frau von der Leyen ihm zum Dank mit LNG und Rüstung die Auftragsbücher vollhaut!“«
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